Immobilienpreise 4 Min. Lesezeit · Aktualisiert 11.3.2026

Immobilienpreise in Kroatien 2025 und was 2026 zu erwarten ist

Immobilienpreise Kroatien 2025 und Prognose 2026
Inhaltsverzeichnis
  1. Immobilienpreise in Kroatien 2025 und was 2026 zu erwarten ist
  2. 1) 2025: Preise kennen (noch) keine Bremse
  3. 2) Steuern 2025: neue Pflichten, neue Entlastungen
  4. Grunderwerbsteuer und MwSt.
  5. Förderung für Ersterwerber
  6. 3) Marktaktivität: weniger Deals, selektivere Nachfrage
  7. 4) Ausblick 2026: drei realistische Szenarien
  8. 5) Istrien (Pula, Rovinj, Poreč): Zahlen und Realität
  9. 6) Immobilienpreise 2025/26 – SEO-Trends
  10. 7) FAQ
  11. 8) Was bedeutet das für Käufer und Investoren
  12. Ähnliche Artikel

Immobilienpreise in Kroatien 2025 und was 2026 zu erwarten ist

Kurze Zusammenfassung für Eilige:
  • Die Preise steigen weiter. Im 1. Quartal 2025 +13,1 % im Jahresvergleich (Neubauten +14,3 %, Bestandsimmobilien +12,7 %). Zagreb +12,9 %, Adria +11,3 %. (Quelle: DZS – House Price Indices, 1Q/2025)
  • Neue Immobiliensteuer ab 1. 1. 2025. Gilt für die meisten Zweitwohnungen und leerstehenden Objekte: 0,60–8,00 €/m²/Jahr, die Gemeinde legt den Satz fest. Hauptwohnsitz und langfristige Vermietung (≥10 Monate/Jahr) sind befreit. (Quelle: Porezna uprava)
  • Grunderwerbsteuer bleibt bei 3 %. Beim Kauf einer Neubauimmobilie gilt die MwSt. von 25 %. (Quelle: Porezna uprava)
  • Neu für Ersterwerber: Der Staat erstattet 100 % der Grunderwerbsteuer und bis zu 50 % der MwSt. (abhängig von Größe und regionalem Preisniveau). Gilt für Verträge ab 1. 1. 2025. (Quelle: MPGI)
  • Marktaktivität kühlte ab: Im 1. Halbjahr 2025 ca. 57.095 Transaktionen (−15 % im Jahresvergleich). (Quelle: HRT, Porezna uprava)

1) 2025: Preise kennen (noch) keine Bremse

Das Statistikamt DZS meldet im 1. Quartal 2025 einen weiteren starken Anstieg: HPI +13,1 % im Jahresvergleich. Zagreb hält das Tempo, die Adria (Istrien, Kvarner, Dalmatien) wächst zweistellig – getrieben durch begrenzte Neubauten und hohe Nachfrage nach Zweitwohnungen. Neubauten sind besonders dynamisch (+14,3 %), da Baukosten und geringe Projektvolumen die Preise nach oben treiben. (Quelle: DZS – House Price Indices, 1Q/2025)

Das makroökonomische Umfeld bremst jedoch: Die Kroatische Nationalbank prognostiziert ein BIP-Wachstum von ~3 % für 2025–2026 – moderat, kein „Boom“. Kombination aus höheren Preisen und neuer Steuer bremste die Transaktionen. (Quelle: HNB – makroökonomische Projektionen 2025/26)

2) Steuern 2025: neue Pflichten, neue Entlastungen

Neue Immobiliensteuer (ab 1. 1. 2025)

  • Umfang: Hauptwohnsitz und langfristige Vermietung (≥10 Monate/Jahr) sind befreit; besteuert werden vor allem Freizeit- und Leerobjekte. (Quelle: Porezna uprava)
  • Höhe: 0,60–8,00 €/m²/Jahr der Nutzfläche; der Satz wird von der Gemeinde beschlossen. 80 % der Einnahmen bleiben bei der Gemeinde, 20 % bei der Gespanschaft. (Quelle: Porezna uprava)
  • Ziel: Steuerlast von Arbeit auf Eigentum verlagern, Leerstände reduzieren, langfristige Vermietung fördern. (Quelle: Reuters)

Grunderwerbsteuer und MwSt.

  • Kauf von Bestandsimmobilien: 3 % des Marktwerts (unverändert). (Quelle: Porezna uprava)
  • Neubauten: 25 % MwSt. (Standardsatz) beim Kauf vom Bauträger. (Quelle: Porezna uprava)

Förderung für Ersterwerber

  • Rückkehr der Entlastung: 100 % Rückerstattung der Grunderwerbsteuer und bis zu 50 % der MwSt. bei Neubauten (abhängig von Größe und Preisniveau; Altersgrenze 45 Jahre). Gilt rückwirkend ab 1. 1. 2025. (Quelle: MPGI)

3) Marktaktivität: weniger Deals, selektivere Nachfrage

Laut Steuerverwaltung gab es im 1. Halbjahr 2025 rund 57.095 Transaktionen, ~−15 % zum Vorjahr. Am stärksten sparen Käufer bei Häusern und Ferienobjekten; gute Wohnungen in Toplagen verkaufen sich weiterhin, jedoch selektiver. (Quelle: HRT, Porezna uprava)

4) Ausblick 2026: drei realistische Szenarien

  • Basisszenario: Preise +3–6 % landesweit, Adria +4–7 %, Zagreb +2–5 %. Langfristige Vermietung wird durch Steuerbefreiung stabilisiert. (Quelle: HNB)
  • Szenario „hohe Steuersätze“: leichter Preisrückgang bei reinen Freizeitobjekten in kleineren Gemeinden. Kurzzeitvermietungen unter Druck; Teilverlagerung in Langzeitvermietung. (Quelle: Reuters)
  • Szenario „milde Sätze + starke Saison“: zweistelliges Wachstum bei seltenen Neubauten in Premiumlagen an der Küste.

5) Istrien (Pula, Rovinj, Poreč): Zahlen und Realität

Die Adria verzeichnete im 1. Quartal 2025 ein Wachstum von 11,3 % im Jahresvergleich. Istrien profitiert von Eurozone, Schengen und guter Erreichbarkeit aus Slowenien und Italien. Begrenztes Angebot an Baugrund und Neubauten hält die Preise hoch, auch wenn die Transaktionen rückläufig sind. (Quelle: DZS – regionale Daten, 1Q/2025)
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7) FAQ

Muss ich die neue Immobiliensteuer zahlen, wenn ich in der Wohnung dauerhaft wohne?
Nein. Hauptwohnsitz und langfristige Vermietung (≥10 Monate/Jahr, gemeldet bei der Steuerbehörde) sind befreit. (Quelle: Porezna uprava)

Wie hoch ist die Steuer beim Kauf einer Bestandsimmobilie?
3 % des Marktwerts. Bei Neubauten gilt die MwSt. von 25 %. (Quelle: Porezna uprava)

Ich bin Ersterwerber. Bekomme ich etwas zurück?
Ja: 100 % der Grunderwerbsteuer und bis zu 50 % der MwSt. Rückerstattung. Antrag bei APN bis 24 Monate nach Kaufvertrag. (Quelle: MPGI)

Sinken die Preise für Apartments am Meer wegen der neuen Steuer?
In Gemeinden mit hohen Sätzen kann es Korrekturen geben. Premium-Objekte direkt am Meer behalten meist ihr Wachstum. (Quelle: Porezna uprava)

8) Was bedeutet das für Käufer und Investoren

  • Kauf für Eigennutzung: Nutze Rückerstattung für Ersterwerber, prüfe Limits und Fristen bei APN. Bei Neubau: bis zu 50 % MwSt. zurück.
  • Kauf als Zweitwohnung: Erkundige dich nach dem lokalen Steuersatz; kalkuliere feste Jahreskosten pro m².
  • Vermietung: Langfristige Vermietung (≥10 Monate) eliminiert die neue Steuer und stabilisiert Cashflow; Kurzzeitvermietungen geraten unter Druck.








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SB
Sofie Biedermann

Schreibt für CroReal.com über Immobilien in Kroatien.

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